Kolumbien-Pilzreise

MushRoaming Kolumbien - Andine Nebelwälder, Karibikküste und Sierra de la Santa Marta 

23. September bis 5. Oktober, 2017 

Kolumbien ist ein sehr vielfältiges und faszinierendes Land. Es ist eines der verlockendsten Reiseziele Südamerikas seit das Land zur Normalität zurück findet. Die Colombianos freuen sich wieder Besucher willkommen zu heissen.  das Kolumbien liegt an der Schnittstelle von Süd- und Mittelamerika, wo sich das Amazonas/Orinoco-Biom und das mittelamerikanische Biom begegnen. Dadurch ist Kolumbien nicht nur eines der 17 globalen Megadiversitäts-Ländern, sondern angeblich das artenreichste der Welt, wenn Artenvielfalt auf die Landesfläche bezogen wird.

Wir treffen uns am 23. September in Medellin (2400m), einer der fortschrittlichsten Städte Lateinamerikas mit einem angenehmen Klima. Die Metropole ist umgeben von bewaldeten Bergen. Unsere erste Fahrt führt uns nach Jardin, einer malerischen Kleinstadt, umgeben von faszinierenden Eichen-Nebelwäldern, wo es einfach ist, den feuerroten und sehr lautstarken Andenklippenvogel oder Roter Felsenhahn (Rupicola peruviana), ein Schreivogel aus der Familie der Schmuckvögel (Cotingidae) zu beobachten, ein echt atemberaubender Vogel. Danach wandern wir in den Nebelwäldern der Andeneiche (Quercus humboldtii ). In diesen Urwäldern wachsen Pfifferlinge, Wulstlinge, Reizker, Röhrenpilze und andere Pilze, die nördlichen Pilzliebhabern vertraut sind neben echt exotischen tropischen Pilzen. Pilzesuchen kann kaum aufregender sein! Diese Eichenwälder erinnern kaum an uns vertraute Eichenwälder; sie erinnern viel mehr an tropische Wälder, was sich auch deutlich in ihrer Artenzusammensetzung spiegelt. Das Tal und die Hügel sind von Kaffeefarmen überzogen. Wir werden eine frisch gebraute Tasse Kaffee genießen, nachdem wir die Kaffeebäumchen besichtigt haben, an dem die Kaffeebohnen wuchs. Das nächste Reiseziel ist Rio Claro, wo sich eine Öko-Lodge (320m) mitten in einer sehr malerische Marmorschlucht mit artenreichen tropischen Regenwalde findet. Zum Abkühlen können wir im wohltemperierten Fluss baden oder von Felsen springen. Wir haben Zeit um die vielfältige Fauna, Flora und Funga des tropischen Regenwaldes zu erkunden, wo uns eine Horde von "Zombie-Ameisen", die ein Cordyceps-Pilz außer Gefächt gesetzt hat, erwartet. Die nächste Etappe unseres Abenteuers führt uns an die karibische Küste Kolumbiens; ein kurzer Flug von Medellin nach Santa Marta Stadt, nicht weit von der Sierra Nevada de Santa Marta mit 5700m Höhe das weltweit höchste freistehende Bergmassiv (es ist nicht mit den Anden verbunden). In der Nähe von Santa Marta können wir in der Karibik schwimmen und den Strand genießen. Wir essen in Taganga zu abend, einem kleinen, bei Künstlern beliebten Strandort direkt an der Grenze des weltberühmten Tayrona National Parkes gelegen.
Am nächsten Tag reisen wir zum Dörfchen Minca und besuchen El Dorado's Bergnebelwald-Schutzgebiet, berühmt unter Ornithologen für seine 19 endemischen Vogelarten. Danach werden wir zum Tayrona Nationalpark umziehen, bekannt für seine monumentalen Granitfelsen zwischen weißen Karibikstränden, die an unberührte tropischen Trockenwälder angrenzen. Unser Besuch ist zeitlich so geplant, dass das Gebiet bereits mehrere Monate Regenzeit genossen haben sollte und voll von aufregenden Pilzen sein sollte. Hier können wir entweder die Strände genießen oder in den Wäldern wandern. Nach 5 Tagen um Santa Marta fahren wir zumeist auf der Schnellstraße nach Cartagena (5h), das berühmt ist für seine malerische, gut erhaltenen Altstadt, die von den Spaniern gebaut wurde. Die gepflasterten Straßen führen uns zu Kaffeehäusern, Museen und superleckeren Eisdielen, die tropischen Aromen wie Lulu (Solanum quitoense), Passionsfrucht (Passiflora edulis), Cherimoya (Annona cherimola) anbieten. Ein Abschiedsmahl schließt unser Abenteuer am 4. Oktober und die Pilzgemeinschaft verteilt sich am Morgen des 5. Oktober. 
Auf der Reise werden wir von Dr. Tatiana Sanjuan begleitet, einer Kolumbianerin, die über neotropischen Cordyceps-Arten promoviert hat, die gerne ihrer Begeisterung für Natur und Kultur Kolumbiens teilt. Wenn Sie Ihrer Reise einen Besuch in Bogota anhängen wollen, helfen wir Ihnen gerne dabei. 

Fotogalerien mit jeweils mehr als 150 Kolumbienbildern mit englischen Untertiteln: Mushroaming Colombia 2015 und Mushroaming Colombia 2014

Reiseverlauf 2017!

(Es ist möglich, dass wir den Reiseverlauf ändern müssen um sicherzustellen, dass wir genügend Pilze finden werden)

Sept. 23 Samstag   Medellin - Jardin

Wir treffen uns in Medellin, das über ein sehr angenehmes Klima verfügt, da es in 1500 m Höhe liegt, und deswegen auch als die”Stadt des ewigen Frühlings" bekannt ist. Am Morgen besuchen wir die Plaza Botero und das Museo de Antioquia im Herzen der Stadt. Nachdem Mittagessen machen wir uns auf den Weg nach Jardin (130 km, 3h), das im Herz der “Zona Cafetera”,  der Kaffee Region Kolumbiens gelegen ist.

24. September  Sunday   Jardin 

Der Tag steht unter dem Stern des weltberühmten kolumbianischen Kaffees. Wir lernen aus erster Hand über den Anbau von Kaffee und die örtliche Verarbeitung durch den Besuch einer Kaffeefarm. Wir werden auch die Früchte einer der führenden Kaffee-Regionen der Welt genießen. Zudem haben wir Zeit in Jardin (1820m), einer malerischen Kleinstadt herum zu laufen.

25 September Mondtag   Jardin 

Jardin's Kaffeefarmen sind umgeben von faszinierenden Eichen-Nebelwäldern, wo es einfach ist, den feuerroten und sehr lautstarken Andenklippenvogel oder Roter Felsenhahn (Rupicola peruviana), ein Schreivogel aus der Familie der Schmuckvögel (Cotingidae) zu beobachten, ein echt atemberaubender Vogel. Danach wandern wir in den Nebelwäldern der Andeneiche (Quercus humboldtii ). In diesen Urwäldern wachsen Pfifferlinge, Wulstlinge, Reizker, Röhrenpilze und andere Pilze, die nördlichen Pilzliebhabern vertraut sind neben echt exotischen tropischen Pilzen. Pilzesuchen kann kaum aufregender sein! Diese Eichenwälder erinnern kaum an uns vertraute Eichenwälder; sie erinnern viel mehr an tropische Wälder, was sich auch deutlich in ihrer Artenzusammensetzung spiegelt.  

26. September  Dienstag   Jardin - Río Claro

Morgens brechen wir auf für eine landschaftlich aufregende Fahrt von Jardin Richtung Norden via Medellin und dann nach Osten auf der B60 bis Río Claro, San Luis (Antioquia,  280km, 5.5 h). Río Claro ist bekannt für seine tropischen Regenwald. Hier treffen sich die extrem artenreichen Biome des Amazonas-Orinoco-Beckens und Mittelamerikas. Wir bleiben für drei Nächte in einer wunderschöne gelegenen Öko-Lodge, genannt El Refugio, das in die Kalkfelsen  entlang des Flusstales gebaut ist.

27.September  Mittwoch   Río Claro Marmorschlucht 

Wir haben genügend Zeit, um uns zu entspannen und um die unglaubliche Landschaft dieses wunderschönen Flusstal mit allerlei faszinierenden Karsterscheinungen zu genießen. Der tropisch Urwald steht uns für Waldwanderungen und Erforschung von Flora, Fauna und Funga zu Verfügung. Wir können auch ein erfrischendes Bad im Fluss nehmen.

28. September  Donnerstag  Río Claro Marmorschlucht

Noch ein Tag im Paradies! Wir können gemächlich die Karsthöhlen erkunden und haben einen weiteren Tag um im Regenwald nach tropischen Pilzen Ausschau zu halten. Uns erwartet eine enorme Vielfalt, vieles erscheint für den Mitteleuropäer sehr exotisch, speziell die Cordyceps-Kernkeulenpilz-Arten, seltsame insektenparasitierende Pilze. Am Nachmittag, sollte man es schaffen sich den faszinierende und endlosen erscheinenden Lebensformen des Regenwaldes zu entziehen, kann man sich auch einfach nur in der Lodge ausruhen. Wem weder Wald noch Ruhe zu sagt, kann Seilrutsch- oder Raftingangebote nutzen, die beide letzteren auf eigene Kosten.

29. September Freitag  Rio Claro - Airport - Santa Marta - Taganga

Wir verlassen Río Claro am morgen und steigen nach einer Fahrt von 150 km (ca. 3h) in einen Flieger, der uns nach Santa Marta bringt, das an der kolumbianischen Karibikküste liegt. Nicht weit entfernt ist Taganga, eine kleiner Strandort beliebt bei kolumbianischen Künstlern, wo wir auch übernachten. Hier kann man am Starnd baden und frischen Fisch zum Abendessen beim Sonnenuntergang geniessen.

30. September Samstag  Taganaga - Minca - El Dorado

 Am Morgen fahren wir nach Minca (650m, 1 Stunde Fahrt), wo wir exotische Vögel wie Tukane schon in Dorf sehen können. Wir fahren eine weitere Stunde rauf um den Nebelwald im El Dorado's Reservat (950-2600m), wo wir auch die Nacht verbringen. El Dorado ist berühmt für seine 19 endemischen Vogelarten. Aber wir suchen natürlich auch nach Pilzen! Über den Hügeln liegt die Sierra Nevada de Santa Marta mit Gipfeln, die 5700m erreichen, und somit der höchste freistehende Berg der Welt ist, da es keine Verbindung zu den Anden.

 1. Oktober Sonntag   El Dorado - Tayrona National Park

Wir fahren zum nordöstlichen Ende des Tayrona National Park (50km) der berühmt ist für die riesen Granitblöcke die am weißen Sandstrand liegen. Die Kokosnusspalmen des Strandes gehen über in einen tropischen Trockenwald, aber unsere Reise ist so gelegt, dass diese Wälder schon etliche Monate Regen aufgesogen haben sollten und voll von Pilzen sein müssen. Wir wandern zu unserer Nationalpark-Unterkunft entlang der Karibikküste.

2. Oktober  Mondtag   Tayrona National Park 

Wir genießen den Frieden in Tayrona und können den Urwald erkunden und nach Pilzen suchen. Wenn wir genug davon haben, legen wir uns an den weißen Sandstrand und kühlen uns in der Karibik.

3. Oktober Dienstag   Tayrona National Park

Dieser Tag steht zur freien Verfügung. Zur Wahl stehen Pilze suchen im Urwald, oder wer echte Aktivität braucht eine mehrstündige Wanderung zu den Ruinen von Pueblito. Oder vielleicht doch noch ein echter Strandtag?

4. Oktober Mittwoch   Tayrona National Park - Santa Marta- Cartagena

Letzter Tag der Rundreise. Morgens verlassen wir Tayrona und fahren nach Cartagena (265km, etwa 5h), das eine von den Spaniern im Jahre 1533 gegründete Hafenstadt ist mit einer wunderschönen Altstadt, die Gabriel García Márquez inspiriert haben soll. Und es gibt köstliches Speiseeis mit exotischen Früchten wie Mangostan, Cherimoya und Passionsfrucht. Auch interessant ist der Botanische Garten. Am Abend wartet auf uns das letzte gemeinsame Mahl.

5. Oktober - Donnerstag - Cartagena

Die Pilzreisegemeinschaft löst sich auf und zerstreut sich in alle Himmelsrichtungen.

 

MushRoaming Kolumbien Kosten:

2790 (11 oder mehr Teilnehmer)

€2990 (8 bis 10 Teilnehmer)

3190  (5 bis 7 Teilnehmer) 

 (bei Buchung nach dem 15.4. 2017 zusätzliche 150 €  Spätbuchungsgebühr)

 
Einzelzimmerzuschlag 350 €
  
Im Preis inbegriffen sind alle Kosten für Mahlzeiten, Unterkunft und Bodentransport in Kolumbien.
Nicht inbegriffen sind alkoholische Getränke, Zwischenmahlzeiten, Internet, Wäsche, Trinkgelder, und auch der Inlandsflug (ca 70 ). 

Alle Teilnehmer müssen sich den Flug nach Kolumbien selber buchen.
 
 
 
 
 

Hinweis: Für viele Jahre hat der Tourismus in Kolumbien durch mangelnder Sicherheit gelitten. Zum Glück hat sich die Sicherheitslage für Ausländer in den letzten Jahren sehr verbessert. Die derzeitige Regierung verhandelt mit den Rebellengruppen um die schmerzhaften Jahrzehnte interner gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen linken und rechten Extremisten zu einem friedlichen Ende zu bringen.


Tatiana Sanjuan, unsere kolombianische Reisebegleiterin und Doktorin der Mykologie mag Menschen und Pilze. Und sie schätzt es sehr, wenn Mitreisende sich für Land und Leute in Kolumbien interessieren. Daniel Winkler und Tatiana stehen vor einer riesen Humboldt-Eiche. 


Ein Kernkeulenpilz nahe verwandt mit Cordyceps militaris. Der Wirt ist eine riesen Raupe, die mindestens 10 cm lang war. Gefunden im Regenwald in Rio Claro.


Blick aus dem Zimmer in Rio Claro

Isaria tenuipes colombia
Isaria tenuipes, eine Kernkeulen-Nebenfruchtform (Anamorphe) ist so verbreitet in chicaque, das wir bald das interesse am fotographieren verloren haben.


Wunderschön strukturierte Favolaschia, die im Chicaque Waldreservat in 2500m Höhe wachsen.

Die oben gezeigte Favolaschia wächst in Büscheln auf einem herabgefallenem Ast. Alle Favolaschia-Arten sind saprobisch. Sie zersetzen Todtholz.


Eine Plaza in Cartagena.

 Hymenogloea papyracea
Hymenogloea papyracea ist ein kleiner, leuchtend-oranger Helmlings-artiger Pilz. Allerdings hat Hymenogloea papyracea keine Lamellen, obwohl ein Mitglied der Schwindlingsfamilie (Marasmiaceae), die zu den Blätterpilzen gehört!

 Xylaria Teleomorphe und Anamorphe nebeneinander fruchtend.



Macrolepiota colombiana
Der Kolumbianische Riesenschirmling (Macrolepiota colombiana), ist ein geschätzter, aber nur wenigen in Kolumbien, wo er "Sombrillas o caicas" genannt wird, bekannt als Speisepilz. Quelle:  Ruiz, Angélik; Henao M., Luis Guillermo; Peña, Yiny Consuelo; Martínez, Eduard 2008. Hongos comestibles de Iguaque. Bogotá Instituto de Investigación de Recursos Biológicos Alexander von Humbold, 8 p.


Dieser Lentinula aciculospora ist nahe verwandt mit dem Shiitake-Pilz (Lentinula edodes, Marasmiaceae), Ost-Asiens beliebtestem Speisepilz und auch Quelle von Lentinan, eines der meist verwendeten Mittel im Kampf gegen Krebs in Ostasien. Auch die abgebildete karibische und kolumbianische Lentinula- Art ist essbar, aber leider wissen das nur sehr wenige Leute in Kolumbien, da es fast keine Wildpilzkenner gibt . Gezeigt hat uns Tatiana diesen interessanten Pilz nahe Villa de Leyva und in Chicaque im Eichenwald auf frischem Totholz.


Ein Wanderweg durchzieht den Eichen-dominierten Bergnebelwald.


Die Kirche in JardinAntiqua.


Bergbach in Minca. 

 


Der rechte Fleck zum Schwimmen in Minca.

 

Mein Aufsatz aus dem Tintling: Die erstaunliche Funga eines tropischen Bergnebel-Eichenwaldes in Kolumbien 

 Sandstrand an der Karibikküste mit Granitfelsen im Tayrona National Park.

Río Claro mit einem Wasserfall, der sich aus einer Karsthöle ergießt.


Laternea dringii, ist eine winzige, aber herrlich-bizarre Stinkmorchel die auf stark zersetztem Holz w
ächst und endemisch im tropischen Amerika ist (Rio Claro, Antioquia, Kolumbien).

Eine Guzmania, ein Mitglied der Bromeliaceae, die auch die Ananaspflanze und Tillandsia einschließt. Viele Bromelien sind Epiphyten.

Karsthöhle in Rio Claro.


Artenreicher tropischer Regenwalds in Maraquita, der seit 1762 unter Naturschutz steht .


Eine Strasse in der Altstadt von Cartagena gesehen von der massiven Stadtmauer.

Eine feuerrote Favolaschia mit ihrem waben-ähnlichen Hymenium. Favolaschia ist ein Helmlingsverwandter (Mycenaceae). Die meisten Mitglieder der Mycenaceae bilden normal Lamellen aus. Die meisten der etwa 50 Favolaschia-Arten haben eine Vorliebe für tropische Gefilde, aber ein paar wagen sich in kühlere Klimazonen.


Wolken hüllen den Bergnebel-Eichenwald ein, der von Quercus humboldtii dominiert wird, die auch als Anden oder Humboldt-Eichen bekannt ist. Der global südlichste Verbreitungspunkt von Quercus ist bei 2° Grad nördlicher Breite in Kolumbien.


Dieser Eichenbegleiter findet sich in kolumbianischen Pilzliteratur als Cantharellus cibarius. Allerdings hat neueste DNS-Forschung belegt, dass der Echte Pfifferling (Ch. cibarius) nicht in Nordamerika verbreitet ist und somit wohl auch kaum in Südamerika.


Riesengroße, fleischige Eierschwammerl. Essbarkeit und Qualität von Pfifferlingen sind in Kolumbien kaum bekannt und so werden sie nicht als Speisepilze genutzt. Die Ausnahme scheint die Region um Villa de Leyva zu sein.

Boletus variipes, ein naher Verwandter vom Steinpilz (B.edulis), den wir 2015 im Humboldt-Eichenwald nahe Villa de Leyva gefunden haben. Bis jetzt wurde dieser mild-nussig schmeckende Steinpilz noch nicht in Kolumbien dokumentiert.

Ophiocordyceps unilateralis
Eine "Zombieameise" mit dem aus ihrem Nacken wachsenden Fruchtkörper des parasitischen Kernkeulenpilzes Ophiocordyceps unilateralis. Die Ameise wurde vom Pilz an diesen Ort dirigiert. Wenn die Bewegungskontrolle vom Pilz übernommen wird, hat sich zumeist noch kein Fruchtkörper ausgebildet, manchmal zeigt sich aber schon ein kleines "Horn". Hat der Pilz das Insekt in die gewünschte Lage manövriert um später seine Sporen ideal zu verteilen können, veranlasst der Pilz das Insekt in ein Blatt zu beißen oder einen Zweig zu umklammern um sich zu verankern. Ist das vollbracht, bring der Pilz das Opfer schließlich um und der Fruchtkörper wächst und reift um Sporen zu verbreiten.

 
Ein Cordyceps -Stroma wächst an einem Steilhang aus dem Boden hervor. Vorsichtiges Ausgraben wird seine Identität enthüllen, siehe unten... 


Ein Kernkeulenpilz aus der Gruppe von Ophiocordyceps caloceroides wächst aus einem Idiopidae Spinnenkokon. Das Ende des Stroma ist in diesem Bild bereits abgeschnitten für spätere wissenschaftliche Analyse.


Kokosnusspalmen beim Sonennuntergang


Ein Kochi-Kind verkauft Kokussnüsse geöffnet zum trinken in Tayrona.

Link zu meiner Cordyceps of Colombia blog page 

Sonnenuntergang hinter einem Baumfarn.


Der Gelbe Faltenschirmling Leucocoprinus birnbaumii, der sich auch in Mitteleuropa breit macht, aber tropischen Ursprungs ist.

Castilleja flower Chicaque

Castilleja sp.  - Ein "Indianerpinsel" der ehemals der Familie der Rachenblütler (Scrophulariaceae) zugerechnet wurde, jetzt aber aufgrund von neuster DNS-Analyse zu den Sommerwurzgewächsen (Orobanchaceae) gehört.

Laternea pusilla
Laternea pusilla,
ein eigenartige Stinkmorchel-Verwandte. 
 

Mycena holoporphyra Colombia
Mycena holoporphyra-Helmling
 

 

Fotogalerie mit 130 Kolumbienbildern und englischen Untertiteln: 
Mushroaming Colombia 2014

 

 Eine Masdevallia Orchidee, die in Bogotas herrlichen Botanischen Garten gedeiht. Masdevallias sind heimisch von Mexiko bis ins südliche Brasilien. Die meisten wachsen in höheren Regionen der Anden zwischen 2500  bis 4000 m.


Eine wilde Fuchsien-Art


Eine Begonie blüt nahe Termales del Ruiz in 2600m.
Das intensive Rot lockt Kolibris an.

Gunnera giant Heidi Schor
Mit diesem Foto versteht man gleich warum diese Gunnera auf Deutsch als Mammutsblatt bekannt ist. In der Staude steht meine Frau Heidi. 

 Gunnera ground cover Paramo colombia
Eine winzige Gunnera Blüte, die von einem der Triebe dieser bodenbedeckenden Kletterpflanze in der Paramo
spriesst . Die meisten Leute kennen nur gigantische Gunnera-Pflanzen, wie das Mammutblatt.

Cryptothecia rubrocincta Christmas wreath lichen
Sehr auffällig und auch weitverbreitet in tropischen und subtropischen Waeldern Amerikas ist Cryptothecia rubrocincta, in Nordamerika auch bekannt als "Christmas wreath lichen", Adventskranzflechte.


Leotia viscosa
kann man auch in Nordamerika und Europa finden.

 

 

 

Reich bebildeter Aufsatz aus dem Tintling 2013: 
Link: Die erstaunliche Funga eines tropischen Bergnebel-Eichenwaldes in Kolumbien 

 

Fotogalerien mit jeweils mehr als 150 Kolumbienbildern mit englischen Untertiteln:

 

Mushroaming Colombia 2015

Mushroaming Colombia 2014

Cordyceps in Colombia Seiten

 

Bilder dieser Seite wurden zuerst im Mai 2013 hochgeladen.

 

Letzte Revision 1.2.2017

 

All Fotos © Daniel Winkler, wenn nicht anders vermerkt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Boletellus ananas Colombia

Boletellus ananas wächst mit der Humboldt Eiche in den kolumbianischen Anden. Dieser eigenartige langstielige Röhrling bläut schnell ein. Die verlängerte Huthaut (pileipellis) bildet ein ungewöhnliches Velum partiale, das den Stiel unter der Haube umfasst. In den USA ist B. ananas in Florida heimisch. Des weiteren gibt es im Himalaja, Tibet und Südwest-China einen sehr ähnlichen Boletellus emodensis (emodensis bedeutet auf neulateinisch Himalaja).

Marasmius sprucei
Spruce's Helmling (Marasmius sprucei) wächst auf toten Zweigchen.

Balomophora mycoheterotroph
Eine unbestimmte Helosis sp.. Wie viele andere Mitglieder der Familie Balanophoraceae sind sie fleischige parasitisch lebende Pflanzen. Ihre Blätter sind zu Schuppen reduziert und sie besitzen kein Chlorophyll. Unterirdisch sind sie durch einen Strang mit ihrer Wirtspflanze verbunden.
Ein Mitglied der Familie heißt wegen ihres besonders pilzähnlichen Aussehens Balanophora fungosa, und eine Balanophoraceae wurde zuerst irrtümlich als ein Pilz wissenschaftlich beschrieben!


Der Indigo-Milchreizker (Lactarius indigo), ist ein spektakulärer Milchreizker, der mit Eichen vergessellschaftet ist. Der Indigo-Reizker ist von der US Ostkuste bis herunter nach Kolumbien verbreitet und auch ein beliebter Speisepilz! 


Der überall anzutreffende Röttelritterling, Lepista oder Clitocybe nuda. Ein guter Speisepilz!

Scutellinia sp Paramo Colombia
Ein Schildborstling (Scutellinia sp.) scheint einen sehr feuchten Standort in der Paramo zu schätzen.
 


Die Dictyonema Flechte besteht aus einer Alge und einem Ständerpilz aus der Familie der Schnecklingsverwandten (Hygrophoraceae). In der Vergangenheit waren nur ein paar Arten beschrieben, aber neuesten DNS-Untersuchungen zu Folge scheint es wohl mehr als 100 Arten zu geben. In Ecuador ist Dictyonema huaorani beschrieben, die psychedlische Inhaltsstoffe hat.

Diglossa cyanea Masked Flower-Piercer
Der Maskenhakenschnabel (Diglossa cyanea) zeigt sich oft in Chicaque.


Ein Kolibri mit gespaltener Schwanzfeder beim Nektar saugen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Last edited Sat, 04/01/2017 - 01:15