Pilz- und Botanikreise in Tibet Sommer

Pilz und Botanik Reise nach Ost-Tibet
 
25. Juli bis 6. August 2016
Reiseleitung  Daniel Winkler    
 
Diese Reise nach Tibet wird sicherlich eine einzigartige Lebenserfahrung in Sachen Natur und Kultur in einer der atemberaubensten Landschaften unserer Erde werden. Mitte Juli bis Mitte September ist die besten Zeit um Mycorrhizapilze in den Nadel- und Lauburwäldern zu finden. Wir werden nach Krokodil-Ritterling oder Matsutake (Tricholoma matsutake),  einem tibetischen Kaiserling (Amanita hemibapha), vielen Röhrlingsarten einschließlich Steinpilz (Boletus reticulatus), Birkenpilzen und Rotkappen (Leccinium spp.), Pfifferlingen (Cantharellus), Eiskorallen (Hericium) und anderen exotischen Arten suchen. Von speziellen Interesse ist der Matsutake, dessen Sammlung die lokale Wirtschaft im Sommer dominiert. Auf den Hochweiden wächst Ser Sha, der Goldene Pilz, eine wohlschmeckender Verwandter des Hallimasch und etliche Champignion-Arten (Agaricus spp.). Wir werden viele Pilzmärkte besuchen und sicherlich dort Yartsa Gunbu / Jarza Günbu  begegnen, dem Tibetischer Raupenpilz (Cordyceps sinensis), Tibet's ökonomisch-betrachtet wichtigster Pilzart. Unter Hunderten von Wildpflanzen werden wir Orchideen, Lilien, Rittersporne, Eisenhüte, Cremanthodiums, Edelweiße und Läusekräuter sehen. Juni bis September ist Monsunsaison, aber der Sommermonsun in Tibet lässt sich nicht mit dem Monsun im Himalaja vergleichen. Es wird immer wieder regnen, normalerweise zumeist nachts und ein blauer Himmel ist keine Rarität. Kurzum, es regnet nicht genug, um uns von unseren Ausflügen abzuhalten. Mein persönlicher Höhepunkt in Kongpo ist der Aufenthalt in einem tibetischen Bauernhaus, Pilzsuche mit der Gastfamilie und Kochen der Pilze auf dem befeurten Herd.
 
Wir bereisen und erleben eine traumhafte Landschaft geprägt von tiefen weiten Tälern, und tiefbewaldeten Hängen, gekrönt von schier unendlichen vergletscherten Gebirgszügen mit einer einzigartigen, exotischen Kultur. Wir werden eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Höhenregionen, von warm-gemäßigt (unter 3000m bis hochalpin in 4600m), durchkreuzen, alle mit ihrem jeweiligen Ökosystem und einer einzigartigen Flora, Fauna und Funga. So oft wie möglich werden wir Zeit finden uns auf Matten und Weiden und in Wäldern umzusehen, um zu erkunden was alles dort wächst und lebt. Orts- und pilzkundige Tibeter werden uns auf unseren Ausflügen zum Pilze sammeln begleiten. Wie werden die Pilzspezialitäten auf tibetische und chinesische Art zubereitet genießen können. Dazu werden wir uns an wilden Beeren laben, die beste eine orangefarbene Brombeere mit Passionsfruchtgeschmack.
 
Neben all den Naturerlebnissen werden wir auch genug Zeit finden uns auf die unvergleichliche Kultur Tibets einzulassen. Wir werden buddhistische Klöster und Tempel besichtigen, heilige Quellen, Seen und Berge besuchen. Tibets mysteriöse, formenreiche und farbenfrohe Spiritualität, das Herz der tibetischen Kultur, ist allgegenwärtig. Wir werden alpine Hochweiden umgeben von vergletscherten Berggipfeln durchqueren und Nomaden in ihren Zelten besuchen und frische Yakmilch und "Yakghurt" probieren. Schöne Geothermalquellen entlang der Strecke werden wir nicht ungenützt lassen.
 
Wir treffen uns in Chengdu, der Hauptstadt Sichuans, um je nach Situation entweder mit Land Cruisern von Chengdu nach Ost-Tibet zu starten und Kham zu bereisen oder sollten wir Genehmigungen bekommen um nach Lhasa zu fliegen. 2012 war AR Tibet für Westler nicht offen, und in 2013 mussten konnte man nur um Einreiseerlaubnis bitten, wenn man mindestens zwei Leute mit der gelichen Staatsbürgerschaft in der Gruppe hatte. Kurzum, wir wissen erst im Sommer in welche Region Tibets wir bereisen werden.  
 
 

Ost-Tibet Reisebeschreibung

Die Expedition wird in Chengdu starten, der Hauptstadt von Sichuan, wo wir Medizinkräuter- und Pilzgeschäfte besuchen werden. Nach der Abfahrt von Chengdu werden wir uns schrittweise an die Höhen des Tibetischen Plateaus gewöhnen. Kangding, wo bereits Pilzhändler das Straßenbild prägen, ist traditionell das Tor zu Kham, wie Tibeter Osttibet nennen. Der meiste Transport und Verkehr nach Kham führt durch diese Stadt, die den Tibetern als Dartsendo bekannt ist, und gegenwärtig als Hauptstadt von Kandze/Ganzi Tibetisch Autonomer Präfektur fungiert. Westlich von Dartsendo / Kangding überqueren wir den Gyela Pass in über 4300m, womit wir auf dem Tibetischen Hochplateau angekommen wären. Das Verlassen der feucht-warmen Luft des Beckens von Sichuan und der Eintritt in die Atmosphäre des klaren, kühlen Hochlands ist ein Erlebnis. Die darauf folgenden Täler Minyaks sind für tibetische Verhältnisse dicht besiedelt und berühmt für ihre schönen Bauernhäuser. Oft stehen Tibeter entlang der Straße und bieten Käse, Medizinkräuter und speziell Pilze feil. Nyachuka / Yajiang, der nächste angepeilte Ort ist liegt am Nyachu / Yalong in einem tief eingeschnittenen Tal. Die Tieflage in nur 2700m hat zur folge, dass viele Chinesen sich dort angesiedelt haben. Aber auch uns hilft es die Nächte in geringeren Höhen zu verbringen. Zudem ist Nyachuka einer der Hauptorte für den Matsutake-Handel. Dieser berühmte Speisepilz, den besonders die Japaner lieben dominiert im Sommer das Wirtschaftsgeschehen. Wir werden und Einheimische bei der Sammlung in Gebirgseichenwäldern anschließen.

Wir reisen weiter nach Lithang, das von sich beansprucht die höchstgelegene Stadt der Welt mit 4013m zu sein, und zweifelsohne ein Zentrum der Raupenpilz-Sammlung in Osttibet ist. Lithang ist zudem auch ein Zentrum der tibetischen Kultur. Es ist berühmt für sein Kloster, das vom 3. Dalai Lama, Sönam Gyatso, gegründet wurde, und ist auch der Geburtsort vom 7. Dalai Lama. Litang ist umgeben von weiten Grasslandschaften, die mit Nomadenzelten und Yakherden überzogen sind. Die imposanten Gipfel bieten einen unvergleichlichen Hintergrund, wenn wir uns ins Botanisieren, Pilzesuchen und in heiße Quellen vertiefen.

Auf dem Weg nach Dabpa / Daocheng überqueren wir eine glaziale Hochgebirgslandschaft in 4700m in der Riesen-Findlinge über eine verlassene Hochebene verstreut liegen. Zwischen den Blöcken grasen zottelige Yaks. Am Fuße der Hochebene unter einer Felswand wartet auf uns ein Kagyu Kloster, dass bereits im 12 Jahrhundert gegründet wurde. Dabpa / Daocheng ist berühmt fur seine Thermalquellen und speziell für die drei heiligen Berge Chenrezi (6032m), Jampeyang und Chakna Dorje (beide 5958m) nahe Nyade /Yading, allesamt vergletschert und absolut beeindruckend. Nicht überraschend ,dass diese Riesenberge seit langem von Pilgern aufgesucht werden. Wir werden umgeben von dieser traumhaften Gebirgslandschaft durch Tannen-Fichten-Lärchenwälder zu einem Gletschersee herauf wandern.

Obwohl Nyade weniger als 150 km Luftlinie von Gyalthang  alias Shangrila entfernt liegt ist es ein voller Reisetag mit etlichen Pässen und tiefen Flusstälern in einer zumeist bewaldeten Landschaft. Etliche Lager von Matsutake-sammelenden Tibetern sind entlang der Straßen aufgeschlagen worden unter zerklüfteten Kalksteinmassiven. Hier überqueren wir die Grenze von Sichuan nach Yunnan Provinz. Gyalthang, einst ein alter tibetischer Marktort der Yunnan und Lhasa verband, ist inzwischen ein Touristen-Mekka, nur Lhasa übertrifft es an Übernachtungen. Es ist die Hauptstadt von Dechen Tibetisch Autonomer Präfektur. Allerdings sind die guten tibetischen Restaurants und reichhaltigen Souvenirläden genau das was man zu diesem Zeitpunkt der Reise braucht. Gyalthang’s Pilzmarkt wurde wegen seiner Geschäftigkeit inzwischen in die Vorstadt verlegt. Und wenn man noch immer nicht genug Wald, Blumen und Pilze gehabt hat, dann kann man in 20 Minuten wieder im Wald sein oder man kann in den Himmelsbrücken-Thermalquellen mit ihren Dampfhöhlen den Körper und Geist entspannen, was für ein großartiger Ausklang.

 
Pilz- und Botanikreise in  Ost Tibet
25. Juli bis 4. August, 2016

 
Kosten in Tibet: €2950
(pro Person bei 10-12 Teilnehmern, bei 7-9: €3150, bei nur 4-6 Teilnehmern €3450)

Leistungen beinhalten: Alle Übernachtungen, Hauptmahlzeiten und Transport vor Ort,
nicht enthalten: Hotelbar etc., Souvenirs, Trinkgelder etc.

Einzelzimmerzuschlag: €350
Von Teilnehmern selber zu buchen:
Internationales Flugticket: €900-1400 (Hochsaison!)
 


Sollten Sie irgendwelche Fragen haben, bitte schreiben Sie mir.

 
 
 
   

 

 


 Hier ein Reisebericht der von Dr. Ulrike Schauerder nach der 2011 Reise verfasst wurde und die Zentraltibet Reiserute gut beschreibt.

Tibetreise 31.07.2011 - 13.08.2011
Die Tibetreise mit Daniel im August 2011 war mehr als eine Pilzexkursion, mehr als eine Botanikexkursion, mehr als eine Kulturreise, mehr als eine Sightseeing-Tour. Sie war alles auf einmal und noch mehr; sie war 14 Tage unterwegs sein mit Gleichgesinnten aus verschiedenen Kontinenten und Erfahrungsaustausch.
Es begann mit einer Ankündigung im Newsletter der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft, und ich meldete mich schon im Februar an.
Am 31.Juli war es dann so weit:  Ich kam als letzte unserer Gruppe abends im Hotel in Chengdu an, traf mich kurz mit Daniel und erfuhr, dass wir schon am nächsten Tag einen Flug nach Lhasa bekommen hatten.  Am nächsten Morgen lernte ich auf dem Flughafentransfer die anderen Reiseteilnehmer, die die nächsten 14 Tage meine Freundinnen und Freunde werden sollten, kennen: Barbara, Barbie, Don, Eloise, Gloria, Maxine und Walter.  In Lhasa wurden wir mit einem mehrgängigen tibetischen Mittagessen empfangen, und den Nachmittag hatten wir zur Verfügung für Akklimatisation und Erkundung der Altstadt.
Am nächsten Tag hatten Daniel und Tashi - unser Führer - schon den Besuch des Tsamkhung Klosters und des Klosters Sera im Programm. Daniel führte uns auch zum Cordyceps-Markt, wo noch die letzten Raupenpilze zum Verkauf angeboten wurden. Natürlich gab es auch jede Menge anderer Pilze und Gemüse, sowie Pilger-Souvenirs zu sehen.
Bereits am 3.August ging es mit dem Bus nach Bayi. Unterwegs hat uns Daniel die interessantesten Plätze für die Pilzsuche und Pflanzenstandorte gezeigt.
Wir bewegten uns meist auf 3300 bis 3600m, fuhren aber auch über den Pass Mi La mit 5000m.
Am nächsten Tag konnten wir in Lamaling Klosterbesuch, Pilze suchen und Pflanzen photographieren optimal kombinieren. An jeder Station hatten wir Zeit, uns zu akklimatisieren. Wir konnten jeden Abend unsere selbst gesammelten oder am Markt gekauften Pilze essen.
Am 5.August fuhren wir in das Feriendorf Lunang. Trotz der Bodenständigkeit hat die Unterkunft keine Wünsche offen gelassen: Es gab Duschen, warmes Wasser und sogar einen Fernseher im Zimmer - einen Luxus, den wir gar nicht genützt haben.
 
Ulrike in beßtem tibetischen Tuch gewandet
Am nächsten Tag gingen wir mit Karma, der Matsutake-Spezialistin, in die Pilze und auch ich konnte mit meiner Trophäe zum Nachtmahl beitragen. Gut, dass ich meinen Wanderstock mitgebracht hatte, denn der Anstieg war etwas steil und rutschig.Man könnte durchaus einen ganzen Sommer in diesem Dorf verbringen und die Arbeiten im Jahreskreis miterleben. Die Bauern ernteten den Raps, der Emmer, eine auch bei uns bekannte alte Getreidesorte stand noch auf den Feldern.
Auf der Rückfahrt konnten wir den imposanten Riesenrhabarber  Rheum nobile und einige Orchideenarten, darunter auch den Frauenschuh bewundern. Daniel und Tashi hatten aber auch einen Klosterbesuch und den Zypressengarten für uns auf dem Programm.
Auch die Fahrt nach Basum Tso war voller interessanter Entdeckungen. Die Bungalows unserer Hotelanlage lagen nur wenige Minuten vom See entfernt. Von meinem Zimmer hatte ich eine wunderbare Aussicht auf die schneebedeckten Berge. Auch hier konnten wir an einem Tag das Kloster Draksum Tso besichtigen, Pilze suchen, Tiere beobachten und am Abend zufällig auch tibetische Folklore erleben.
















Auf der Rückreise nach Lhasa entdeckten wir wieder Neues. Wir badeten in der Therme Rutok. Für 12. August hatte Jinpa für uns Eintrittskarten in den Potala organisieren können. Natürlich ist das für jeden Tibet-Reisenden ein Erlebnis, und Tashi hat uns in der erlaubten Zeit interessant und sicher durch das imposante Bauwerk und die chinesischen Tourismusströme schleusen können.
Am nächsten Morgen mussten wir uns dann von unseren Führern und den freundlichen Menschen in Tibet verabschieden, die uns immer offen und mit einem freundlichen Lächeln begegneten.
Die Reise hat mich so beeindruckt, dass ich immer wieder davon träume. Ich möchte mich bei Daniel, unseren beiden Führern Jinpa und Tashi, unserem Buschauffeur, sowie bei Barbara, Barbie, Don, Eloise, Gloria, Maxine und Walter recht herzlich für die wunderbaren Tage der gemeinsamen Reise bedanken.
 
 
 Reiseablauf 2011       
 
[Tatsächlich sind wir nach Lhasa geflogen und dann am 4. Tag nach Bayi gefahren und haben die Yigong Tso-Schlucht ausgelassen, da dorthin 2011 kein Westler reisen durfte.]

31. Juli       Sonntag - Chengdu  (1.Tag)
Die Gruppe trifft sich in Chengdu, Sichuan am Nachmittag. City Garden Hotel
1.August       Chengdu - Nyingchi  /  Bayi  (2.Tag)  
Am morgen Flug nach Bayi, der Präfekturstadt von Nyingchi im Südosten von Tibet. Die Stadt, die von Wäldern umgeben ist, ist in "nur" 3000 m Höhe gelegen, 600 m niedriger als Lhasa. Der neugebaute Flughafen dient auch zum Pilzexport. Besuch des Shukpa Gonpa Tempel mit seiner Riesenzypresse (Cupressus gigantea), der weltgrößten Zypressenart, und des Zypressenhains. Shambala Hotel
2.August      Nyingchi  (3.Tag)
Besuch des staatlichen Pilz- und Medizinkräuterladens, dessen Pilzsortiment äußerst beeindruckend ist. Exkursion zu Buchu Tergyi Lhakang und Lamaling Klöstern. Waldspaziergang. Shambala Hotel
3.August       Nyingchi nach Taschigang  (4.Tag)
Fahrt über den blumenreichen Serkyim La / Seqi Pass (4540m), hoffentlich mit Blick auf Namchen Barwa (7782m) und Mt. Gyala Pelri. Weiterfahrt nach Lunang. Einquartierung in Fremdenzimmern bei tibetischen Bauern in Taschigang, einem Dorf, das umgeben ist von Weiden und Wäldern. Einfache Pension. . Spaziergang
4.August       Taschigang  (5.Tag)
Ausflug in die Eichenwälder mit unserer Wirtsfamilie und Sammlung von Krokodilritterling / Matsutake und Steinpilzen.
5.August        Taschigang - Yigong Tso-Schlucht - Taschigang (6.Tag)
Fahrt zur Schlucht des Yigong Tsangpo, einem reißendem Zufluss des Tsangpos. Ausflug auf Wanderweg durch üppige, immergrüne subtropische und warmtemperierte Laubwälder umgeben von wilden steilen Bergen, deren Gletscher weit hinunter in die Wälder reichen. wunderschönen, entlegenen See. Rückfahrt nach Taschigang.
6.August        Taschigang - Nyingchi  (7.Tag)
Fahrt von Lunang zum Serkyim La Pass (4540m) nach Bayi mit Stops für Pilz- und Pflanzenerkundungen und runter nach Nyingchi. Pilzabendessen. Shambala Hotel
Link zum klaren Luftbildfoto, das den Zusammenfluss von Tsangppo und Nyang Chu zeigt. In der unteren rechten Ecke ist der Serkyim La Pass.
7.August        Nyingchi zum Draksum See  (8.Tag)
Fahrt entlang des Nyang Chu Flusses, dessen Seitentäler ein Hauptsammelgebiet für den Krokodilritterling sind, zum Draksum Tso See (Baksum / Traksum = Basong Co) mit einer unvergleichlich gelegenen Insel mit Nonnenkloster. Lake Inn Hotel nahe des Sees
8.August         Draksum See  (9.Tag)
Tageswanderung mit Pilzsuche. Lake Inn Hotel nahe des Sees
9.August        Draksum See nach Lhasa (10.Tag)
Fahrt entlang des Nyang Chu Flusses zum Kongpo Bar La / Mi La Paßes (4700m), eines hochalpinen Nomadengebietes und bestes Raupenpilzhabitat (Cordyceps sinensis). Wir werden uns Zeit nehmen in dieser echt atem(be)raubenden Landschaft. Weiterfahrt nach Lhasa.

10.August         Lhasa (11.Tag)
Erkundung des Barkhor Marktes in der Altstadt von Lhasa, Besuch des Jokang, Lhasas Haupttempel aus dem 7.Jahrhundert. Kyichu Hotel
11.August       Lhasa (12.Tag)
Besuch des Potala Palastes und eines der beiden berühmten Klöster von Sera oder Drepung, die ehemals tausende vom Mönchen beherbergten. Kyichu Hotel
12.August          Lhasa - Gongkar Airport - Chengdu (13.Tag)
Fahrt durch das  fruchtbare Khyichu-Tal zum Gongkar Flughafen im Tsangpo-Tal. Flug nach Chengdu. Transfer zum Hotel. Besuch des Pilz oder Naturmedizinmarktes. Abschiedsbanquett. City Garden Hotel
13.August        Chengdu - Heimflug (14.Tag, Dienstag)
Besuch des Lebensmittelmarktes am Morgen .Flughafentransfer
 
(Sollte Interesse daran bestehen mit der neuen Eisenbahn aus Lhasa nach China zu fahren, kann das im voraus arrangiert werden. Anreise nach Lhasa mit der Bahn wird nicht angeraten, da dies nur in der Gruppe geht und der Anstieg bis über 5000m zu schnell vor sich geht und so oft Unbehagen verursacht. Abreise mit der Bahn kann gegen Aufpreis arrangiert werden)

 
Stand 4.4.2016
 

 

 

Karte des Tibetischen Hochlandes. 
Die 2007, die der 2012 Reiseroute sehr ähnlich ist, ist grün eingezeichnet. Rot ist An-und Abflug.
2012 gab es einen Shangrila (= Gyalthang) - Chengdu Direktflug

 

Zu meiner Person:
Ich bin in München aufgewachsen (Jahrgang 64) und sammele Schwammerl seit frühester Kindheit. Ich bin Diplom Geograph und habe Geographie mit Biologie, Ökologie und Entwicklungstheorie in München und Berlin studiert. Seit 1985 bin ich über 30 mal in Tibet und im Himalaya gewesen, zumeist um in Umwelt- und Entwicklungsprojekten zu arbeiten oder Feldforschung in Sachen Vegetation, Waldwirtschaft, Landnutzung und seit 1999 auch Pilzmärkte und Ethnomykologie in Tibet durchzuführen. Ich arbeite als unabhängiger "Consultant" und "Researcher". Seit 15 Jahren mache ich auch Reiseleitungen in Tibet. Ich wohne mit meiner Frau und zwei studierenden Töchtern in Kirkland, Washington - USA.

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 Reiseablauf Sommer 2007
(Zuerst ist der tibetische Ortsname gelistet, dann der Chinesische)

21. Juli, Samstag      Treffen in Beijing Sino-Swiss Hotel

22. Juli, Sontag      Flug Beijing - Kunming
Transfer zum Camilla Hotel in Kunming (1890m), Hauptstadt von Yunnan Provinz.
Besuch des Gemüse und Pilzmarktes. Besuch des Botanischen Gartens und Buchladen.

23. Juli, Montag     Flug Kunming - Deqing Airport
Transfer nach Gyalthang (Zhongdian, Shangrila/Sangila, 3275m).
Empfang durch unseren tibetischen Reiseführer Thupten und tibetische Fahrer Losang & Losang und ihre Mitsubishi Pajeros.
Fahrt zum Ringha Kloster (Gelukpa-Tradition) auf bewaldeten Hügel.
Besuch von Hambi Gönpa, einem kleinen Kloster der Tolung Kagyü-Tradition. Picknick.
Pilz & Botanik Wanderung im Sekundärkiefer-Wald (Pinus densata). Pension.

24. Juli, Dienstag      Wanderung von Gyalthang nach Ringha
Fünfstündige Pilz- und Botanikwanderung von Gyalthang nach Ringha (3290-3500m). Picknick im Dorf.
Besuch eines tibetischen Bauernhauses in Tsalang.
Besuch der Rangjung Dosam / Tiansheng Qiao Thermalquellen mit Dampfbadhöhle neben unterirdischem Karstfluß, der eine Kalkwand tunnelt. Besuch des Pilzmarktes in der Stadt. Hotel.

25. Juli, Mittwoch     Gyalthang - Ausflug nach Talading
Fahrt von Gyalthang via Napa See nach Talading, Nyezhi / Nixi Distrikt.
Pilzsuche (Tricholoma matsutake) nahe Talading (2500-2950m) am Fuße des Nepung Ri-Berges. Erkundung der Altstadt und Einkaufen. Pension.

26. Juli, Donnerstag     Gyalthang - Dechen
Fahrt zum Jangtze Fluss (Tibetisch: Dri Chu, Chinesisch hier: Jinsha Jiang).
Zusammenfluss von Gonjo Chu und Yangtze (2000m / 6600ft). Brücke, berühmt in China durch blutiges Gemetzel während des Langen Marsches.
Mittagessen in Pondzirak / Benzilan. Besuch des Aussichtsplatform über die 270° Jangtze-Kurve. Dondrupling Kloster mit Sicht auf Mt. Bala.
Botanische Wanderung am Pema Karpo / Baima Shan Pass (4292m).
Besuch eines Nomadenlagers am Pass. Übernachten in der Kreisstadt Dechen / Jol / Deqin (3280m). Hotel.

Juli 27, Freitag      Dechen - Derong
Sonnenaufgang in Namka Tashi Lhakhang / Feilaisi Aussichtspunkt (3480m)
über dem Mekong (Gyalmo Ngul Chu / Lancang Jiang) mit Ausblick auf
Kawa Karpo / Meili Xueshan Range (6740m). Wiederholte Fahrt über Pema Karpo Pass mit Waldwanderung mit tibetischen Sammlern auf der Suche nach dem tibetischen Reifpilz (Rozites emodensis) im subalpinen Schatthang-Tannenwald (3900m).
Gruppenteilung: Gipfelwanderung am Pass oder Pilz & Pflanzen-Wanderung im Fichten-Tannen Urwald (3850m). Fahrt zum Dri Chu / Jangtze und Überquerung in 2000m.
Fahrt flussaufwärts entlang des Dri Chu und Ding Chu Flusses.  Botanikstopp: Eremurus chinensis & Hoya sp. (2250m). Besuch des nächtlichen Matsutake-Marktes. Hotel in der Kreisstadt Derong (2400m).

Juli 28, Samstag     Derong - Chatreng (Xiangcheng).
Besuch von 108 Holzpfahl-Stein-Stupas und Bauernhauses in Yala Dorf, Zhu Distrikt (3050m).
Überquerung eines niedrigen Passes (3300m). Stopp bei der Nomadin Drolma, die Steinpilze gesammelt hatte. Fahrt entlang des Rawu Chu (2700m). Matsutake-Sammlerin Drolma mit ihren zwei Söhnen am Pass (3550m).  Besuch der Chobuling Gönpa (Gelukpa), gegründet vom 3. Dalai Lama (spätes 16. Jahrhundert). Pilzsammler vor der Gönpa: Phuntsok und Kelsang Drolma. Gruppenteilung: Pilzwanderung im Kiefer-Fichtenwald (3250m) mit Boletus edulis oder Nachmittag in Chatreng (2700m). Abendessen im tibetischen Restaurant - Hotel.

29. Juli, Sonntag          Chatreng - Lithang
Stopp an Mani-Steinen (2900m).
Stopp am Pass (4560m) für Meconopsis integrifolia, M.horridula und M.sp,  Soroseris cf. hookeriana, Lamiophlomis rotata und andere hochalpine Pflanzen.
Stopps in Sumdo (4200m), wo viele Leute im Sonntagsgewand auf einen Lama warteten. Besuch der Pombu oder Dekyi Gönpa (Kagyüpa, gegründet im Jahre 1169 vom 1. Karmapa Düsum Khyenpa). Überquerung der glazial geprägten Hochebene mit Findlingen und Seen des Sangtob La / Haizi Shan Naturschutzgebietes.  Stopp zur Besichtigung des Lämmergeiernestes in Trakaniri. Pension in Lithang (4017m).

30. Juli, Montag      Lithang Stadt - Tsangla - Wanderung
Fahrt von der Kreisstadt Lithang via Kana La Pass 4800m (höchster Ort der Reise) nach Tsangla im Dala Distrikt, Lithang. Begegnung mit Gruppe von Habichtspilz-sammelnden Bäuerinnen. Besichtigung der holzgeheizten Pilztrocknungsanlage in Maiganduo. Picknick. Beladen der Pferde für Gepäcktransport. Treck entlang des Le Chu und Camping am Fluss (3600m).

31. Juli, Dienstag    Bergwanderung
Wanderung nach Lekando entlang des Le Chu.
Alternativprogramme: Botanik und Pilzwanderung oder Große Bergwanderung (30km) zur Nyegong Gönpa (12. Jahrhundert, 4200m), die in einem alpinen Hochtal zwischen den vergletscherten Genyen (6204m) und Shatra (5860m) liegt. Beobachtung von wilden Blauschafen (Pseudois nayaur) und Ohrenfasan (Crossoptilon crossoptilon). Camping

1. August, Mittwoch    Wanderung - Rückkehr nach Lithang
Wanderung zurück nach Tsangla und Fahrt nach Lithang-Stadt.
Picknick und Wanderung im Fichten-Tannen-Bergwald (Picea likiangensis-Abies squamata) in 4000m.
Besuch der Heißen Quellen in Tsaka nahe Lithang und Bad im Separée.
Fahrt zur Festwiese und Übernachtung in einem traditionellen tibetischen Picknickzelt.

2. August - Donnerstag     Lithang
Ganzer Tag beim Lithang Reiterfest.
Mittagessen auf der "Festwiese". Potala Inn Hotel.

3. August, Freitag     Lithang - Nyachuka
Besuch des Lithang Chöde Klosters (Gelukpa), gegründet 1580 vom 3. Dalai Lama.
Fahrt von Lithang nach Nya-chuka durch die hügeligen Gebirgshochweiden (höchste Straßenstelle gemäß chinesischer Beschilderung 4718m). Picknick nahe Taziba mit Pilz- und Botanikspaziergang (Leccinum sp., Amanita cf. vaginata).
Stopp am Pass (4200m) über Nya-chuka mit guter Sicht auf Minyak Gonkar / Gongga Shan (7556m, welthöchster Berg außerhalb der Himalaya-Karakorum Gebirgsketten).
Gipfelwanderung nahe Pass oder alternativ Pilz & Botanikwanderung im subalpinen Fichten-Sekundärwald mit Kaiserling Amanita hemibapha und Paeonia veitchii.
Besuch eines Hinterhof-Matsutake Reinigungsbetriebs vor Kreisstadt Nyachuka.
Yajiang Hotel.

4. August, Samstag          Nyachuka
Ausflüge in und um Nyachuka /Yajiang Stadt (2600m).
Alternativprogramme: Ausflug Stadt und Umland oder Pilzsuche mit dem Einheimischen Adzan oberhalb von Nyachuka / Yajiang im immergrünen Eichenwald am Sonnhang (u.a. Cantharellus cf. minorBoletus edulis) und im Fichten-Tannenwald am Schatthang (u.a. Clitocybe odora - Grüner Anis-Trichterling). Besuch des Matsutakemarktes. Steinpilz und Kaiserling-Abendessen. Pension.

5. August, Sonntag     Nyachuka - Dartsendo
Besuch eines traditionellen Nomaden-Schwarzhaarzeltes aus Yakwolle am Kabzhi La / Si Shan Paß (4412m). Stopp für Notholirion bulbuliferum (Liliaceae) und Jatamansi - Nardostachys chinensis (Valerianaceae) 4100m. Fahrt durch Dzongzhab-Tal (Xinduqiao, 3500m).
Picknick am Gye La / Zheduo Pass (4290m). Nachmittag in Dartsendo / Kangding Stadt (2590m). Sexia Angba Hotel in Kangding.

August 6, Montag     Dartsendo / Kangding
Besuch von Kangdings großen Pilzmarkt. Ausflug zum Dentok Ri / Paoma Shan mit der Seilbahn.  Besuch dreier Tempel: tibetisch-buddhistisch, taoistisch und konfuzianisch.
Pflanzen: Lilium henryi, Lilium taliense und Arisaema consanguineum.
und Besuch der Dordrak Gönpa (Nyingma), gegründet 1272 und umgezogen im 17.Jahrhundert, Picknick, Nachmittag Einkaufen und tibetisches Abendessen im Ari Restaurant. Hotel

August 7, Dienstag     Dartsendo - Chengdu
Kurze Wanderung im subtropischen Bergwald in Yaan Präfektur.
Abschiedsessen im Thai Restaurant.
Hotel Rui Xing Guo im Tibeter Viertel in Chengdu

August 8, Mittwoch     Chengdu-Beijing- Heimflug
Besuch des Chengduer Pilzmarkts am Morgen.
Flughafentransfer in Chengdu. Abflug nach Beijing zu verbindenden Flügen nach hause.





Birken-Rotkappe (Leccinum cf versipelle) vor Manistein in Litang, Juli 2008

Pilzmarkt in Kunming, Yunnan, 20.Juli 2007


Lilium duchartrei in Gyalthang

Yeshi, ein Mönch in Tolung Gompa, Gyalthang, mit einem Wiesen-Champignon (Agaricus campestris)


Bilder aus Kongpo
aufgenommen entlang der 2012 Reiseroute
Eine heilige Tsangpo Zypresse (Cupressus gigantea, links) im Hof der Shukpa Gon = Wacholder Tempel, Nyingchi, Juni 2005

Brüder schauen aus dem Fenster eines Bauernhauses in Kongpo, Juni 2005

Kongpos Basum Tso oder Baksum See, Juni 2006

Matsutake (Tricholoma matsutake) wächst aus dem Laub von Steineichen. Juli 2007

 Bauernhaus mit Gästezimmern in Tashigang, Nyingchi TAR, Juli 2010

Eine Familie sammelt Raupenpilz (Cordyceps sinensis), Kongpo Bar La, Juni 2006

Habenaria arietina, welch eine Orchidee! 19. Juli, 2010, 2470 m. (Link zu meiner Orchideenseite)

Eine Riesenzypresse (Cupressus gigantea) in Kongpo mit Daniel. Photo: Tony Migas, Juni 2006


Gyachin Namlha Karpo-Gipfel nahe dem Draksum Tso in Kongpo. Aug. 2011.

Ein Steinpilz, womöglich Boletus reticuloceps, ein naher Verwandter von Boletus edulis. Lamaling, Aug. 2011.

Tsering (Taschi Tsering im Hintergrund) zeigen ihre Tibetische Reifpilze (Rozites / Cortinarius emodensis)


 
Drolma und ihre Söhne mit ihren "Be-Sha", wie Tibeter Matsutake nennen. Es bedeutet Eichenpilz. Ein zutreffender Name, da Matsutake mit Steineichen assoziert ist.

Schöne Steinpilze! Ein Passant meinte zu diesem glücklichen Sammler nur "warum sammelst du diese wertlose Zeug". Der Sammler stellte schnell richtig, dass Steinpilze 12 RMB pro Pfund eintragen. Allerdings sind Matsutake zumindest dreimal mehr wert.
Ein tibetischer Kaiserling, Amanita hemibapha. Gelbe Lamellen sind ein wichtiges unterscheidungsmerkmal von anderen, giftigen Amanita-Arten
Ein tibetischer Kaiserling, Amanita hemibaphader eingeschätzter Speisepilz ist.

Ein Eckigstieliger Fingerpilz (Lysurus mokusin f. sinensis) angetroffen im Botanischen Garten in Kunming, Yunnan, 20.Juli 2007
Last edited Tue, 04/05/2016 - 17:48